GNSS-Signale
Frequenzbänder
Internationale Telecommunication Union (ITU) definiert geschützte Frequenzbänder für jede Anwendung.

L-Band (1-2 GHz)

Die aktuellen Systeme verwenden verschiedene Frequenzbereiche. Galileo Frequenzen wurden so gewählt, das sie sich mit anderen schon genutzten überschneiden, das erleichtert die Empfänger Konstruktion.
Wie werden Frequenzen erzeugt?
Es gibt eine Fundamentalfrequenz 10.23 MHz welche durch eine Zahl multipliziert, werden um auf die Frequenz im L-Band zukommen.
- L1: 1575.42 MHz = 154 x 10.23 MHz,
~ 19 cm - L2: 1227.60 MHz = 120 x 10.23 MHz,
~ 24 cm - L5: 1176.45 MHz = 115 x 10.23 MHz,
~ 25 cm
Im L1 Band, sind zwei verschiedene Codes auf das Signal aufmoduliert.
Auf der Trägerwelle werden durch Phasenmodulation die Message hinzugefügt.
Signalmodulation

: Zeit (gemäss der Satellitenuhr) : Amplituden des P-Code auf und und des C/A-Code auf : P-Code und C/A-Code Modulationssignal ( oder ) : Modulationssignal der Navigation Message ( oder ) : Kreisfrequenzen des Signals : Phasenverschiebungen im - und -Signal durch Frequenzabweichungen und Rauschen
Code besteht aus binären Werten, ein einzelner Wert wird Chip genannt, wenn ein wechsel des Code-wertes stattfindet wird die Phase gedreht um 180 Grad.
- Chip-Rate (CR): Rate mit der sich die einzelnen Chips ändern können, Mchips/s
- Chip-Länge (CL): Intervall zwischen zwei Chips, multipliziert mit der Lichtgeschwindigkeit
- Repetitionsrate (RR)
- Chip-Rate: 1.023 Mchips/s
- Chip-Länge: 293 m
- Repetitionsrate: 1 ms
Codes
- C/A-Code: Clear Access / Coarse Acquisition Code. Frequenz von 1.023 MHz. Folge von 1023 Chips.
- P-Code: Protected / Precise Code. Frequenz pvon 10.23 MHz. Folge von 2∙ 1014 Chips (226.2771 Tage).
| Code | C/A-Code | P-Code |
|---|---|---|
| Frequenz | 1.023 MHz | 10.23 MHz |
| Chipping-Rate | ||
| Chip-Länge | ||
| Repetitionsrate | 1 ms | 1 Woche |
| Code-Typ | 37 unterschiedliche Codes | 37 1-Wochen-Stücke |
| Eigenschaften | Einfachere Signalaquisition | Genauer, verschlüsselt |

Signale
GLONASS-Signale
Unterscheiden sich durch die Frequency Channel Number k, kann man nachschlagen.
Es wird aber trotzdem ein C/A oder P code aufmoduliert, es ist aber immer derselbe code.
GALILEO-Signale
Es gibt nur zivile Signale.
Sendet auf drei verschiedenen Frequenzbändern.
Zusätzlich noch verschiedene Service Signale die benutzt werden können:
- Open Service (OS): Frei zugängliche Codes auf E1, E5a und E5b. Initial Service seit 2016
- High Accuracy Service (HAS): Auch als Commercial Service (CS) bekannt geworden. Frei auf dem E6-Band verfügbar. Beinhaltet weitere Korrekturen für die Positionierung mit 2dm-Genauigkeit. Verfügbar seit Jänner 2023.
- Safety-of-Life (SoL) Service: Basierend auf dem OS-Signal zur Positionsbestimmung. Erlaubt die Aussendung einer Warnmeldung gemeinsam mit der Nutzerposition zu senden. Zusätzlicher Datenkanal für die bidirektionale Verbindung. Operationell seit 2020.
- Public Regulated Service (PRS): Limitierter Zugang für autorisierte Nutzer über E1 und E6 für sicherheitskritische Anwendungen.
High Accuracy Service

Converge Time: Zeit bis endgültige Präzision erreicht wird.
Navigation Message
Besteht aus 25 Frames, jeder Frame hat 5 Sub-frames.
50 Bits/s, 30 s pro Frame -> 25 * 30s = 12.5min.
Sub-frame 1-3 werde in jedem Frame übermittelt, enthalten Orbit, Zeit und Zeitkorrekturen.
Sub-frame 4-5 sind in jedem Frame leicht unterschiedlich.

Almanachdaten sind ungenauer und werden für Planung weiterer Satelliten gebraucht.
Das Refraktionsmodel erhält Daten über die Ionosphäre, um die zu korrigieren From Atmosphere to Space.
Es werden immer Bahndaten über alle Satelliten mitgeschickt
Künstliche Verschlechterung der Signale
GPS ist in erster Linie militärisch, deswegen wird festgelegt wie genau die Signale für die Nutzer sind.
- Standard Positioning Service (SPS): 5-10m
- Precise Positioning Services (PPS): 1-2m / sub 1m mit P-Code
Selective Availability (SA)
- Epsilon: Fehlerhafte Bahninformationen
- Dither: Dauernde Frequenzänderung in der Satellitenuhr. Hat keinen Einfluss auf die relative Positionierung.

Wurde am 2. Mai 2000 abgeschaltet.
Anti-Spoofing (AS)
P-Code wird mit einem anderen W-Code überlagert, das resultiert im Y-Code. Der W-Code ist nur autorisierten Benutzern bekannt