Differential Code Biases (DCB)

Dies sind elektronische Signalverzögerungen im Satelliten und Empfänger, die in der Beobachtungsgleichung beachtet werden

Beobachtungsgleichung

Phase:
LAj=|rA(tA)rj(tAτAj)|+δρA,trpj+δρA,ionj+δρA,relj+δρA,mulj+cδtAcδtj+λ(NAjαj+αA)+ϵAj
Code:
PAj=|rA(tA)rj(tAτAj)|+δρA,trpjδρA,ionj+δρA,relj+δρA,mul,Cj+cδtAcδtjcβj+cβA+ϵA,Cj

  • αj / αA: Initiale Phasenverschiebungen des Satelliten- bzw. Empfängeroszillators.
  • cβj / cβA: Instrumentelle Hardware-Verzögerungen (Hardware-Biases) für Codemessungen.

Diese Signalverzögerungen sind abhängig von der Frequenz, Temperatur, Beobachtungstyp, etc.

Sie sind nur durch ein aufwändiges Kalibirerungsverfahren bestimmbar, gemeinsame Anteile der instrumentellen Signalverzögerungen werden mit dem Empfängeruhrfehler jeder Epoche geschätzt. Daher sind nur die relativen Verzögerungen, z.B. die Verzögerungen eines Satelliten relativ zu einem andren Satelliten oder von einer Frequenz zu einer anderen Frequenz relevant.

Beim Bilden von Doppeldifferenzen werden instrumentelle Signalverzögerungen eliminiert, daher wird die Mehrdeutigkeit ganzzahlig

Bestimmen von DCBs

Wir gehen von einer vereinfachten Pseudorange Beobachtungsgleichung aus:

P=ρ+cδtrevcδtsat+T+I+B

Die Geometrie-freie Linearkombination wird nun gebildet P1P2=(IP1IP2)+(BP1BP2)
mit DCBP1P2=BP1BP2,P1P2 als die Differenz zwischen zwei Signalen vom selben Satelliten auf zwei unterschiedlichen Frequenzen und IP1IP2 als die differentielle ionosphärische Verzögerung.