Exoplaneten
| Methode | Funktionsprinzip | Messgröße | Besonderheiten & Einschränkungen |
|---|---|---|---|
| Radialgeschwindigkeit | Stern und Planet kreisen um einen gemeinsamen Schwerpunkt. Der Stern bewegt sich periodisch auf den Beobachter zu und weg (Doppler-Effekt). | Verschiebung des Stern-Spektrums (Wellenlänge). | • Masse ist nicht eindeutig bestimmbar, nur • Kann Mehrplanetensysteme und Braune Zwerge finden. |
| Transitmethode | Der Planet zieht vor dem Stern vorbei und verdeckt einen kleinen Teil des Lichts. | Periodische Verdunkelung des Sterns (Lichtkurve). | • Funktioniert nur bei einer Inklination von • Besonders geeignet für kurzperiodische Planeten. • Transmissions-Spektroskopie: Ermöglicht Analyse der Atmosphäre, da Sternlicht durch diese hindurchscheint. |
| Direct Imaging | Direktes optisches Abbilden des Planeten (Trennung vom Sternlicht). | Bild / Licht des Planeten selbst. | • Liefert direkte Informationen über Oberfläche, Atmosphäre, Rotation, Wetter und Jahreszeiten. • Potenzial zur Entdeckung von Biosignaturen (Leben). |
Es gibt viele verschiedene Methoden, Exoplaneten zu detektieren.

Verschiedene Methoden können verschieden grosse oder massereiche Planeten besser oder schlechter detektieren.


Radialgeschwindigkeitmethode
Stern und Planet kreisen um den Schwerpunkt des Systems. Für die Halbachsen und Massen gilt:
Der Planet bewegt den Stern, wenn nun von der Seite auf das System geschaut wird, bewegt sich der Stern periodisch auf den Beobachter zu und wieder weg. Das führt durch den Dopplereffekt zu einer Verschiebung des Spektrums, das gemessen werden kann.
Da man nicht weiss, in welcher Inklination man auf das System blickt, ist die Amplitude der Verschiebung nicht eindeutig auf die Masse des Planeten zurückführbar, sondern immer nur auf
Mit dieser Methode können auch Mehrplanetensysteme festgestellt werden, oder andere Besonderheiten wie ein Braunen Zwerg.
Transitmethode
Bei der Transitmethode wird die Verdunkelung des Sterns festgestellt durch den Planeten, der sich zwischen Stern und Beobachter bewegt.
- Eignet sich vor allem für kurz periodische Planeten.
- Nur Planeten mit Inklination von 90° verursachen einen Effekt.
- Der relative Effekt ist etwa 1% für Jupiter oder 0.01% für die Erde.
- Die Bedeckung des Planeten und die Phase des Planeten kann für ideale Fälle auch beobachtet werden.

Eigenschaften der Planeten unseres Sonnensystems in Bezug auf die Transitmethode
| Planet | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Mercury | 0.241 | 8.1 | 1.19 % | 6.33 | ||
| Venus | 0.615 | 11.0 | 0.65 % | 2.16 | ||
| Earth | 1.000 | 13.0 | 0.47 % | 1.65 | ||
| Mars | 1.880 | 16.0 | 0.31 % | 1.71 | ||
| Jupiter | 11.86 | 29.6 | 1.01 % | 0.089 % | 0.39 | |
| Saturn | 29.5 | 40.1 | 0.75 % | 0.049 % | 0.87 | |
| Uranus | 84.0 | 57.0 | 0.135 % | 0.024 % | 1.09 | |
| Neptune | 164.8 | 71.3 | 0.127 % | 0.015 % | 0.72 |
is the orbital period. is the absolute transit duration. is the relative transit duration. is the transit depth. is the transit probability. is the orbit inclination.
Transmission-Spektroskopie
Wenn ein Planet vor einen Stern durchläuft, fällt einiges Licht durch die Atmosphäre des Planeten und verändert somit das Spektrum. Das kann man messen und somit Schlüsse auf die Zusammensetzung der Atmosphäre machen.

Imaging von Extrasolaren Planeten
Ein Abbild eines Planeten gibt wichtige Informationen
- Eigenschaften und Zusammensetzung der Atmosphäre und/oder Oberfläche
- Variationen durch Rotation, Jahreszeiten, Wetter, etc.
- Anzeichen von Leben durch atmosphärische Signaturen