Kosmologie
Kosmologie ist die Lehre vom Aufbau und Entwicklung des Universums
Historische Grundannahmen und heutige Bewertungen
Wenn ein unendliches Universum gleichmässig mit Sternen ausgefüllt wäre, sollte dann nicht unser Blick, egal in welche Richtung wir schauen, irgendwo stets auf einen Stern treffen?
D.h. die Nacht wäre so hell wie der Tag!
- Das Weltall ist ein unendlich grosser euklidischer Raum
- unendlich gross -> kein Wissen
- Euklidischer Raum -> Raum-Zeit (ART)
- Weltall ist ganz mit gleichmässig verteilter Materie erfüllt
- Homogen gefüllt -> gilt noch
- Die Materie hat eine endliche, in genügend grossen Bereichen, räumlich konstante mittlere Dichte
- Konstante mittlere Dichte -> gilt noch
- Das Alter des Weltalls is unendlich
- Unendliches Alter -> ersetzt durch Urknall
- Das Weltall befindet sich in einem stationären Zustand - keine grossräumigen systematischen Bewegungen
- Stationärer Zustand -> kosmologische Expansion
- Im Kosmos gelten die Gesetze der (klassischen) Physik
- Gesetze der Physik -> gilt noch
Heutige Grundannahmen der Kosmologie
- Gravitationstheorie
- Einstein'sche allgemeine Relativitätstheorie
- Isotropie
- Es gibt keine bevorzugte Richtung um Universum
- Homogenität
- Es gibt keine bevorzugte Region (kein Zentrum im Universum)
Universum ist homogen uns isotrop
Die bisherigen Beobachtungen sind mit einem homogenen und isotropen Universum kompatibel. Die Anzahl Galaxien pro Volumeneinheit und deren Geschwindigkeitsverteilung scheint unabhängig von der Beobachtungsrichtung und der Distanz zu sein. Auch in der Verteilung der Fluchtgeschwindigkeit, mit der sich die Galaxien von uns entfernen, wurden keine bevorzugten Raumwinkel oder Distanzen beobachtet.
Die Hintergrundstrahlung, einem Schwarzen Körper von 2.7 K entsprechend, gibt ebenfalls keine Hinweise auf grossräumige Anisotropie.

Urknall
Before the Big Bang
There was no up
There was no down
There was no side to side
There was no light
There was no dark
Nor shape of any kind
There were no stars
Or planet Mars
Or protons to collide
There was no up
There was no down
There was no side to side
And furthermore, to underscore
This total lacking state
There was no here
There was no there
Because there was no space
And in this endless void
Which can't be thought of as a place
There was no time
And so no passing minutes, hours, days
Of all the paradoxes
That belabor common sense
I think this one's the greatest
This time before events
Because how did we get from nothing
To infinitely dense
From immeasurably small
To inconceivably immense
But before we get unmoored
From the question at the start
Let's take a breath and marvel
At when math becomes an art
Because we don't have to understand it
To know there was a time
When there was no up
There was no down
There was no side to side
Extrapoliert man die Expansion rückwärts, gibt es einen Zeitpunkt, an dem alle Galaxien an einem Punkt konzentriert sein mussten. Das ist der Urknall.
- Keine Explosion, sondern die spontane Entstehung expandierender Raumzeit.
- Extrem hohe Dichte und Temperatur (~10^15 K).
- Exponentielle Expansion der Raumzeit (Faktor >10^27) innerhalb von 20^-29 s (kosmische Inflation).

Beobachtungshinweise
- Heliumhäufigkeitit (24%) im Universum durch Kernfusion nach ca. 3 Minuten: Temperatur ~100 Mio. °C
- Mikrowellen-Hintergrundstrahlung: Transparent nach ca. 300'000 Jahren (Temperatur ~3000 °C; das Gas im Universum wird neutral)
- Verteilung der Mikrowellenstrahlung
- Andauernde Expansion
Die beschleunigte Ausdehnung des Universums
Die weitest entfernten Supernovae sind weiter entfernt als erwartet. Zur heutigen Zeit (seit ~0.6-0.7) dehnt sich das Universum beschleunigt aus.
Zeitliche Entwicklung des Universums
Der Lineal-Faktor
Die Rate der Expansion kann durch die zeitabhängige Hubble-Konstante
: Hubble parameter (expansion rate) : Scale factor of the universe : Time derivative of the scale factor (rate of change) : Gravitational constant : Total energy density of the universe : Curvature parameter ( for closed, for flat, for open) : Cosmological constant (representing dark energy)
Ein weiteres Konzept ist die kritische Dichte
